Tremsdorf

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Tremsdorf entstand zu Beginn des 12. Jahrhunderts aus mehreren kleinen Sippenniederlassungen. Im Jahre 1375 wurde der Ort erstmals erwähnt. Das ursprüngliche Fischerdorf lag am nördlichen Ende des Grössinsees und besaß die Fisch- und Nutzungsrechte für den kleinen und großen Grössinsee. Von 1474 bis zum 30 jährigen Krieg waren die Einwohner zur Salzgewinnung aus den Salzquellen zur Versorgung des kurfürstlichen Hofes verpflichtet. Die Salinen verloren aber mit der Zeit an Bedeutung. Tremsdorf liegt an der ehemaligen Heerstraße, die von Berlin über Teltow nach Beelitz führte. Die Ackerflächen um den Ort sind durch Melioration entstanden. Diese begannen bereits zu Zeiten Friedrich des II. Es wurde vorwiegend Viehwirtschaft betrieben, da sich die Wiesenflächen durch stehendes flaches Wasser in Moor verwandelt haben. Im Gebiet hinter dem Backofenberg befindet sich heute noch ein Moor, das Venn. Auf eine Besonderheit kann das stille und abgeschiedene Dorf noch verweisen. Am 30. Juni 1954 entstand in der Nähe von Tremsdorf ein Observatorium für solare Radioastronomie. Tremsdorf, heute ca. 250 Einwohner zählend, ist in das Rad- und Wanderwegekonzept der Nuthe-Nieplitz-Aue eingebunden und befindet sich im Naturschutzgebiet der Nuthe-Nieplitz-Niederung, am westlichen Rand, zwischen Gröben und Tremsdorf. Wer auf der Suche nach Erholung und Ruhe ist, kann auf zwei Rädern oder zu Fuß zwischen Siethener Elsbruch, Königsgraben, Größinsee, Blankensee und dem Ort Dobbrikow die Natur erleben. Gegenwärtig befindet sich der 2. Bebauungsplan „ Fresdorfer Weg“ in Realisierung.

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